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Tagesmeldungen vom 5.2.2012

- Papst-Angelus trotz Schnee und Eis -
- „Vatikan kämpft gegen Missbrauch und Misswirtschaft“ -
- Westafrikanische Bischöfe schließen sich zusammen -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Angelus trotz Schnee und Eis
Schnee und Eis haben den Papst nicht daran gehindert, an diesem Sonntag sein Mittagsgebet auf dem Petersplatz zu halten. Ein Schneeräumer hatte die „Piazza San Pietro“, die seit Mitte der achtziger Jahre nicht mehr so verschneit gewesen war, am frühen Morgen freigeräumt; trotzdem war es stellenweise noch glatt auf dem Platz. Der Schnee sei ja ganz schön, meinte der Papst beim Blick aus dem Fenster, aber er hoffe doch, dass bald der Frühling komme. In seiner Betrachtung sprach Benedikt XVI. über das menschliche Leid: Die Evangelien bezeugten, dass die wichtigste Aktivität Jesu auf Erden, neben der Verkündigung, die Heilung der Kranken gewesen sei. Krankheiten seien „ein Zeichen für das Werk des Bösen in der Welt und im Menschen, während die Heilungen zeigen: Das Reich Gottes ist nahe“, so Benedikt. (rv)
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Papstsprecher: Vatikan kämpft gegen Missbrauch und Misswirtschaft
Auf zwei Feldern ist der Vatikan im Moment besonders engagiert: Zum einen kämpft er gegen den Missbrauchsskandal, zum anderen ringt er um Transparenz in Finanzangelegenheiten. Das sagte Vatikansprecher Federico Lombardi in einem Editorial für Radio Vatikan. In diesen „Jahren hitziger Debatten und starker Kritik am Heiligen Stuhl und der Kirche“ sei es nötig, „auch in unruhigen Wassern das Steuerrad fest zu halten“, so der Jesuit wörtlich: „Die Straße ist lang und schwierig, aber die Route ist klar und der Wille entschieden. Dem Zeugnis für das Evangelium kann das nur dienen.“ (rv)
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Vatikan: Vorwürfe der Korruption zurückgewiesen
Das vatikanische Governatorat hat Vorwürfe der Korruption, Misswirtschaft bzw. Vetternwirtschaft zurückgewiesen. In einem ausführlichen Kommunique vom Samstag stellt die Leitung der vatikanischen Staatsverwaltung Punkt für Punkt klar, dass die Auftragsvergabe in ihrem Bereich stets aufgrund regulärer Ausschreibungen erfolgt und dass die Bilanzen von der vatikanischen Finanzaufsicht überprüft werden. Außerdem setze das Governatorat die Empfehlungen der Unternehmensberatung McKinsey um, deren Überprüfung es 2009 erbeten hatte. (kna/rv)
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Syrien: „Nur wenige Syrer wollen einen brüsken Wechsel“
Der griechisch-melkitische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart, fürchtet um die Christen in Syrien. „Früher gab es noch Sicherheit; jetzt verlassen die Christen, die es sich leisten können, das Land“, meinte der katholische Erzbischof im Gespräch mit der Nachrichtenagentur apic. Die internationalen Medien sprächen nicht darüber, „dass Extremisten und Söldner von der Türkei, dem Irak, Jordanien, Libyen oder Pakistan aus nach Syrien einsickern“. Es stimme, dass eine Mehrheit der Syrer und mit ihnen die Christen für tiefgehende Reformen und Änderungen in der Regierungsführung des Landes sei, so der Metropolit. Ebenso wahr sei aber, „dass nur sehr wenige Syrer einen brüsken Wechsel wollen, der ein Blutbad herbeiführen könnte und ein gefährliches Ordnungsvakuum.“ Die Veto-Mächte Russland und China haben am Wochenende erneut verhindert, dass der Weltsicherheitsrat die Gewalt in Syrien verurteilt. (apic/reuters/rv)
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Bischofs-Großverband für Westafrika gegründet
Bischöfe aus dem englisch-, französisch- und portugiesischsprachigen Afrika tun einen großen Schritt aufeinander zu: In der Stadt Yamoussoukro in Elfenbeinküste haben sie in den letzten Tagen eine einzige regionale Bischofskonferenz für Westafrika gegründet. Zum Präsidenten wählten sie den Erzbischof von Dakar im Senegal, Kardinal Théodore Adrién Sarr. Mit der Gründung von Yamoussoukro geben die Bischöfe Westafrikas auch ein Signal an die Politik: Ja zum Zusammenwachsen über Ländergrenzen hinweg.  „Ein ausdrücklicher Wunsch war es u.a., Gesprächspartner der politischen Ebene Westafrikas zu werden“, sagte im Gespräch mit uns der deutsche Afrikamissionar Marin Happe, der als Bischof in Mauretanien arbeitet. „Darum wird der Sitz der neuen Bischofskonferenz Abuja sein, wo auch die Westafrikanische Wirtschafts- und Politikgemeinschaft ihren Sitz hat.“ (rv)
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Seit 60 Jahren Queen – „Nimmt Aufgabe als Kirchenoberhaupt ernst“
Am 6. Februar vor sechzig Jahren wurde Elizabeth II. zur Königin proklamiert. Seitdem ist sie auch das weltliche Oberhaupt der anglikanischen 'Church of England'. Und sie nehme ihre Aufgabe sehr ernst, so dass sie bei den Gläubigen sehr beliebt sei - das versicherte der anglikanische Reverend Christopher Jage-Bowler aus Berlin im Gespräch mit dem Münchener Kirchenradio. Elizabeth habe einen großen Glauben, der auch in ihrem Handeln sichtbar werde. Das werde von allen Briten wahr genommen, egal welcher Konfession sie angehören. Den Monarchen als kirchliches Oberhaupt abzuschaffen, käme im Fall der Queen „überhaupt nicht in Frage“, so der Reverend. Allerdings könnte das durchaus ein Thema werden, wenn ein Nachfolger weniger Interesse am Leben der anglikanischen Kirche hat. (kirchenradio-online)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Österreich
Die Frage des kirchlichen Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen steht nach Ansicht der Katholischen Aktion Österreich wieder ganz oben auf der kirchlichen Agenda. Gerade in diesem sensiblen Bereich gebe es weiterhin zahlreiche „schmerzliche Verletzungen“ bei Betroffenen, so Verbandspräsidentin Luitgard Derschmidt in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Die Kirche dürfe daher dieses Problem „nicht aussitzen“, sondern müsse aktiv nach Wegen suchen, wie sie sich neu als „Versöhnungsgemeinschaft“ positionieren könne. „Ein Aussitzen würde bedeuten, so lange zu warten, bis das Problem sich von selbst erledigt, weil die sakramentale Ehe irgendwann gar nicht mehr angestrebt wird“, unterstrich Derschmidt. In der letzten Woche hatte sich die Katholische Aktion bei einem Studientag in Salzburg mit dem Thema wiederverheiratete Geschiedene befasst. (kap)

Schweiz
Der Basler Bischof Felix Gmür kritisiert die wachsende Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz. Es gehe „nur noch um Parolen, nicht mehr um Problemlösung“. Im Interview mit der Zeitung „Der Sonntag“ wandte sich Gmür generell gegen den derzeitigen Umgang mit Asylsuchenden: Wer in die Schweiz komme, gelte im besten Fall als Wirtschaftsflüchtling und „meistens noch als Krimineller“. Zwar gebe es durchaus eine „sehr kleine Minderheit“ von kriminellen Asylsuchenden, und die müssten dem Gesetz entsprechend „anständig, aber konsequent“ behandelt werden. Die Grundannahme müsse bei Asylsuchenden aber in jedem Fall lauten: „Bis ein Asylentscheid vorliegt, sollten wir von einem echten Flüchtling ausgehen. Und nicht von einem Verbrecher.“ „Bis zu einem gewissen Mass“ sei die Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz salonfähig geworden, mahnt Gmür: „Lesen Sie einmal in Blogs oder Onlinekommentaren auf Newsportalen. Da bekommen Sie den Eindruck, dass weite Teile der Bevölkerung glauben: Da drängen lauter Verbrecher aus Afrika in die Schweiz!“ (kipa)

Naher Osten

Algerien/Libanon
Der algerische Erzbischof Ghaleb Bader fürchtet einen wachsenden religiösen Fundamentalismus in der islamischen Welt. Dieser stehe dem Christentum in muslimischen Ländern oft schroff feindselig gegenüber und beunruhige die Christen vor Ort, sagte der Erzbischof von Algier am Wochenende bei einer Veranstaltung des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Köln. Er gab zu bedenken, dass etwa in Ägypten in den vergangenen zehn Monaten während des „arabischen Frühlings“ mehr Christen ermordet worden seien als in dreißig Jahren unter dem Regime von Präsident Hosni Mubarak. Der libanesische maronitische Bischof Samir Mazloum erklärte bei der Veranstaltung, dass sich die Christen im Nahen Osten und insbesondere in seinem Nachbarland Syrien unsicher fühlten. Auch andere religiöse und gesellschaftliche Minderheiten fürchteten „das, was das bisherige Regime unter Assad ersetzen könnte“, so der emeritierte Kurienbischof. Im Falle eines Sturzes von Präsident Bashar al-Assad sei nicht klar, ob die Rechte der Bürger bestärkt oder islamistische Strömungen die Freiheit unter einer neuen Diktatur beschneiden würden. Die zwei Geistlichen äußerten sich auf einer Podiumsdiskussion zur Lage der Christen im Nahen Osten nach dem 'Arabischen Frühling'“. (kna)

Amerika

Vereinigte Staaten
Die geplante Reise von Papst Benedikt XVI. nach Kuba sorgt für ein geteiltes Echo unter den Exilkubanern und Regimekritikern. Während insbesondere demokratische Bewegungen in den USA vom Besuch des Kirchenoberhauptes mehr Öffnung zu Freiheit und Menschenrechte erwarten, kritisieren andere die passive Haltung des Vatikan gegenüber dem kommunistischen Regime. Das berichtet die Katholische Nachrichtenagentur. Eine der größten Organisationen von Exilkubanern, die in Miami ansässige Versammlung des Kubanischen Widerstandes (ARC), äußerte in einem Schreiben an Benedikt XVI. die Befürchtung, dass die Papstvisite von der kommunistischen Führung dazu missbraucht werden könnte, „das kubanische Volk weiterhin zu unterdrücken und somit ihren Machtanspruch auf der Insel zu legitimieren“. Die Verfasser machen zudem auf die prekäre Menschenrechtslage in dem Karibikstaat aufmerksam. Sie fordern das Kirchenoberhaupt auf, sich mit Oppositionsvertretern zu treffen. Die auf der Insel operierende Menschenrechtsgruppe „Damen in Weiß“ bittet zudem Benedikt XVI. darum, sich bei seiner Begegnung mit Staats- und Parteichef Raul Castro für ein Ende der Gewalt der Regierung gegen Oppositionelle einzusetzen. Benedikt XVI. wird vom 26. bis 28. März auf Kuba erwartet. Die Erzdiözese Miami organisiert eine Pilgerreise für exilkubanische Katholiken auf die Insel. Bereits beim ersten Papstbesuch vor 14 Jahren – damals von Johannes Paul II. – blieben die Meinungen der Exilkubaner weit auseinander. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 05.02.2012: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani

Montag Abend, 06.02.2012: Weltkirchen-Magazin 

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:

16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)

20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz, 4005 kHz, 7250 kHz)

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.

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· Radio Stephansdom um 19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.

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· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind online live und auf Abruf zu hören unter: www.radiovaticana.de.

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