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Papst-Angelus trotz Schnee und Eis -
- „Vatikan kämpft gegen Missbrauch und Misswirtschaft“ -
- Westafrikanische Bischöfe schließen sich zusammen -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN
DES TAGES:
Angelus trotz Schnee und Eis
Schnee und Eis haben den Papst nicht daran gehindert,
an diesem Sonntag sein Mittagsgebet auf dem Petersplatz zu halten. Ein
Schneeräumer hatte die „Piazza San Pietro“, die seit Mitte der achtziger Jahre
nicht mehr so verschneit gewesen war, am frühen Morgen freigeräumt; trotzdem
war es stellenweise noch glatt auf dem Platz. Der Schnee sei ja ganz schön,
meinte der Papst beim Blick aus dem Fenster, aber er hoffe doch, dass bald der
Frühling komme. In seiner Betrachtung sprach Benedikt XVI. über das menschliche
Leid: Die Evangelien bezeugten, dass die wichtigste Aktivität Jesu auf Erden,
neben der Verkündigung, die Heilung der Kranken gewesen sei. Krankheiten seien
„ein Zeichen für das Werk des Bösen in der Welt und im Menschen, während die
Heilungen zeigen: Das Reich Gottes ist nahe“, so Benedikt. (rv)
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Papstsprecher: Vatikan kämpft gegen
Missbrauch und Misswirtschaft
Auf zwei Feldern ist der Vatikan im Moment besonders
engagiert: Zum einen kämpft er gegen den Missbrauchsskandal, zum anderen ringt
er um Transparenz in Finanzangelegenheiten. Das sagte Vatikansprecher Federico
Lombardi in einem Editorial für Radio Vatikan. In diesen „Jahren hitziger
Debatten und starker Kritik am Heiligen Stuhl und der Kirche“ sei es nötig,
„auch in unruhigen Wassern das Steuerrad fest zu halten“, so der Jesuit wörtlich: „Die Straße ist lang und schwierig, aber die Route ist klar und der Wille entschieden. Dem Zeugnis für das Evangelium kann das nur dienen.“ (rv)
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Text und Ton
Vatikan: Vorwürfe der Korruption
zurückgewiesen
Das vatikanische Governatorat hat Vorwürfe der
Korruption, Misswirtschaft bzw. Vetternwirtschaft zurückgewiesen. In einem
ausführlichen Kommunique vom Samstag stellt die Leitung der vatikanischen
Staatsverwaltung Punkt für Punkt klar, dass die Auftragsvergabe in ihrem
Bereich stets aufgrund regulärer Ausschreibungen erfolgt und dass die Bilanzen
von der vatikanischen Finanzaufsicht überprüft werden. Außerdem setze das
Governatorat die Empfehlungen der Unternehmensberatung McKinsey um, deren
Überprüfung es 2009 erbeten hatte. (kna/rv)
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Syrien: „Nur wenige Syrer wollen einen
brüsken Wechsel“
Der griechisch-melkitische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart,
fürchtet um die Christen in Syrien. „Früher gab es noch Sicherheit; jetzt
verlassen die Christen, die es sich leisten können, das Land“, meinte der
katholische Erzbischof im Gespräch mit der Nachrichtenagentur apic. Die internationalen Medien sprächen nicht darüber, „dass
Extremisten und Söldner von der Türkei, dem Irak, Jordanien, Libyen oder
Pakistan aus nach Syrien einsickern“. Es stimme, dass eine Mehrheit der Syrer
und mit ihnen die Christen für tiefgehende Reformen und Änderungen in der
Regierungsführung des Landes sei, so der Metropolit. Ebenso wahr sei aber,
„dass nur sehr wenige Syrer einen brüsken Wechsel wollen, der ein Blutbad
herbeiführen könnte und ein gefährliches Ordnungsvakuum.“ Die Veto-Mächte Russland
und China haben am Wochenende erneut verhindert, dass der Weltsicherheitsrat
die Gewalt in Syrien verurteilt. (apic/reuters/rv)
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Bischofs-Großverband für Westafrika
gegründet
Bischöfe aus dem englisch-, französisch- und
portugiesischsprachigen Afrika tun einen großen Schritt aufeinander zu: In der Stadt Yamoussoukro in Elfenbeinküste haben sie in den letzten Tagen eine einzige
regionale Bischofskonferenz für Westafrika gegründet. Zum Präsidenten wählten
sie den Erzbischof von Dakar im Senegal, Kardinal Théodore Adrién Sarr. Mit der
Gründung von Yamoussoukro geben die Bischöfe Westafrikas auch ein Signal an die
Politik: Ja zum Zusammenwachsen über Ländergrenzen hinweg. „Ein ausdrücklicher
Wunsch war es u.a., Gesprächspartner der politischen Ebene Westafrikas zu
werden“, sagte im Gespräch mit uns der deutsche Afrikamissionar Marin Happe,
der als Bischof in Mauretanien arbeitet. „Darum wird der Sitz der neuen Bischofskonferenz
Abuja sein, wo auch die Westafrikanische Wirtschafts- und Politikgemeinschaft
ihren Sitz hat.“ (rv)
Hier unser
ausführlicher Bericht
Seit 60 Jahren Queen – „Nimmt Aufgabe als
Kirchenoberhaupt ernst“
Am 6. Februar vor sechzig Jahren wurde Elizabeth II.
zur Königin proklamiert. Seitdem ist sie auch das weltliche Oberhaupt der
anglikanischen 'Church of England'. Und sie nehme ihre Aufgabe sehr ernst, so
dass sie bei den Gläubigen sehr beliebt sei - das versicherte der anglikanische
Reverend Christopher Jage-Bowler aus Berlin im Gespräch mit dem Münchener
Kirchenradio. Elizabeth habe einen großen Glauben, der auch in ihrem Handeln
sichtbar werde. Das werde von allen Briten wahr genommen, egal welcher
Konfession sie angehören. Den Monarchen als kirchliches Oberhaupt abzuschaffen,
käme im Fall der Queen „überhaupt nicht in Frage“, so der Reverend. Allerdings
könnte das durchaus ein Thema werden, wenn ein Nachfolger weniger Interesse am
Leben der anglikanischen Kirche hat. (kirchenradio-online)
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Text und Ton
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DIE NACHRICHTEN:
Europa
Österreich
Die Frage des kirchlichen Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen steht
nach Ansicht der Katholischen Aktion Österreich wieder ganz oben auf der
kirchlichen Agenda. Gerade in diesem sensiblen Bereich gebe es weiterhin
zahlreiche „schmerzliche Verletzungen“ bei Betroffenen, so Verbandspräsidentin
Luitgard Derschmidt in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Die Kirche dürfe daher dieses Problem „nicht aussitzen“,
sondern müsse aktiv nach Wegen suchen, wie sie sich neu als
„Versöhnungsgemeinschaft“ positionieren könne. „Ein Aussitzen würde bedeuten,
so lange zu warten, bis das Problem sich von selbst erledigt, weil die
sakramentale Ehe irgendwann gar nicht mehr angestrebt wird“, unterstrich
Derschmidt. In der letzten Woche hatte sich die Katholische Aktion bei einem
Studientag in Salzburg mit dem Thema wiederverheiratete Geschiedene befasst.
(kap)
Schweiz
Der Basler Bischof Felix Gmür kritisiert die wachsende
Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz. Es gehe „nur noch um Parolen, nicht mehr
um Problemlösung“. Im Interview mit der Zeitung „Der Sonntag“ wandte sich Gmür generell gegen den derzeitigen Umgang mit Asylsuchenden: Wer in die Schweiz komme, gelte im besten Fall als Wirtschaftsflüchtling und „meistens noch als
Krimineller“. Zwar gebe es durchaus eine „sehr kleine Minderheit“ von
kriminellen Asylsuchenden, und die müssten dem Gesetz entsprechend „anständig,
aber konsequent“ behandelt werden. Die Grundannahme müsse bei Asylsuchenden
aber in jedem Fall lauten: „Bis ein Asylentscheid vorliegt, sollten wir von einem echten Flüchtling ausgehen. Und nicht von einem Verbrecher.“ „Bis zu einem
gewissen Mass“ sei die Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz salonfähig geworden, mahnt Gmür: „Lesen Sie einmal in Blogs oder Onlinekommentaren
auf Newsportalen. Da bekommen Sie den Eindruck, dass weite Teile der
Bevölkerung glauben: Da drängen lauter Verbrecher aus Afrika in die Schweiz!“ (kipa)
Naher Osten
Algerien/Libanon
Der algerische Erzbischof Ghaleb Bader fürchtet einen wachsenden religiösen
Fundamentalismus in der islamischen Welt. Dieser stehe dem Christentum in
muslimischen Ländern oft schroff feindselig gegenüber und beunruhige die
Christen vor Ort, sagte der Erzbischof von Algier am Wochenende bei einer
Veranstaltung des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Köln. Er gab zu bedenken, dass etwa in Ägypten in den vergangenen zehn Monaten
während des „arabischen Frühlings“ mehr Christen ermordet worden seien als in
dreißig Jahren unter dem Regime von Präsident Hosni Mubarak. Der libanesische
maronitische Bischof Samir Mazloum erklärte bei der Veranstaltung, dass sich
die Christen im Nahen Osten und insbesondere in seinem Nachbarland Syrien
unsicher fühlten. Auch andere religiöse und gesellschaftliche Minderheiten
fürchteten „das, was das bisherige Regime unter Assad ersetzen könnte“, so der
emeritierte Kurienbischof. Im Falle eines Sturzes von Präsident Bashar al-Assad
sei nicht klar, ob die Rechte der Bürger bestärkt oder islamistische Strömungen
die Freiheit unter einer neuen Diktatur beschneiden würden. Die zwei
Geistlichen äußerten sich auf einer Podiumsdiskussion zur Lage der Christen im
Nahen Osten nach dem 'Arabischen Frühling'“. (kna)
Amerika
Vereinigte Staaten
Die geplante Reise von Papst Benedikt XVI. nach Kuba sorgt für ein geteiltes Echo unter den Exilkubanern und Regimekritikern. Während insbesondere
demokratische Bewegungen in den USA vom Besuch des Kirchenoberhauptes mehr
Öffnung zu Freiheit und Menschenrechte erwarten, kritisieren andere die passive
Haltung des Vatikan gegenüber dem kommunistischen Regime. Das berichtet die
Katholische Nachrichtenagentur. Eine der größten Organisationen von
Exilkubanern, die in Miami ansässige Versammlung des Kubanischen Widerstandes
(ARC), äußerte in einem Schreiben an Benedikt XVI. die Befürchtung, dass die
Papstvisite von der kommunistischen Führung dazu missbraucht werden könnte,
„das kubanische Volk weiterhin zu unterdrücken und somit ihren Machtanspruch
auf der Insel zu legitimieren“. Die Verfasser machen zudem auf die prekäre
Menschenrechtslage in dem Karibikstaat aufmerksam. Sie fordern das
Kirchenoberhaupt auf, sich mit Oppositionsvertretern zu treffen. Die auf der
Insel operierende Menschenrechtsgruppe „Damen in Weiß“ bittet zudem Benedikt
XVI. darum, sich bei seiner Begegnung mit Staats- und Parteichef Raul Castro
für ein Ende der Gewalt der Regierung gegen Oppositionelle einzusetzen.
Benedikt XVI. wird vom 26. bis 28. März auf Kuba erwartet. Die Erzdiözese Miami
organisiert eine Pilgerreise für exilkubanische Katholiken auf die Insel.
Bereits beim ersten Papstbesuch vor 14 Jahren – damals von Johannes Paul II. – blieben die Meinungen der Exilkubaner weit auseinander. (kna)
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Die Quellen unserer
Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna,
Kathpress, Ansa,
Efe, Afp,
Kipa, Reuters,
Ap, Adnkronos,
Upi, Cns,
Ucanews, Misna,
Kirche in Not, Osservatore Romano, – die
Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der
Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate
oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der
Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle
Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:
Heute Abend, 05.02.2012: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Montag Abend, 06.02.2012:
Weltkirchen-Magazin
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Nachrichtenarchiv
von Radio Vatikan
Radio Vatikan sendet täglich:
16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)
20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)
6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz,
4005 kHz, 7250 kHz)
Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:
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19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
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