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    <title>Radio Vatikan - Clips-GER</title>
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      <title>Bode: „Wir müssen auch über Gott sprechen“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=589063</link>
      <description>  00:04:54:26  Als ein „polemisches Wort“ hat der deutsche Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse die „Entweltlichung“ der Kirche bezeichnet. Er habe in der DDR eine entweltlichte Kirche erlebt, und das wolle er „nie wieder haben“, erklärte Thierse am Donnerstag beim Katholikentag in Mannheim. Es gibt in der Tat einige Reizthemen, die man ansprechen soll, sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode.

„Das heißt, auf der einen Seite geht es über die schwierigen Themen, die immer wieder angesprochen werden und wir eben Reizthemen nennen – obwohl dieses Wort bereits die Fragen etwas heruntermacht – nehme ich sie nicht mehr ernst, weil wir uns mit konkreten Lebenssituationen auseinandersetzen müssen. Ich denke an die wiederverheirateten Geschiedenen oder gemischt-konfessionelle Ehen. Eine andere Schiene ist, das wir auch wieder über Gott reden sollten. Man muss beides tun und können das nicht gegeneinander ausspielen.“

Auf dem Katholikentag in Mannheim wirft Bundestagspräsident Norbert Lammert der katholischen Kirche Stagnation statt Aufbruch vor. Die Bischöfe setzten sich zu wenig für die Belange der deutschen Katholiken ein. Dazu Bischof Bode:

„Das trifft mich schon, weil ich mich persönlich innerhalb der Bischofskonferenz sehr um den Dialog bemühe. Wir haben in unserem Bistum vieles angestoßen. Ich habe mich sowohl im Bistum als auch in Gesprächen mit Papst dafür eingesetzt. Mein Gewissen will nicht ein Bruch sondern ein begehbarer Weg in der Kirche.“

(rv 18.05.2012 mg)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 15:17:39 GMT</pubDate>
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      <title>D: Woelki dankbar für Aufdeckung des Missbrauchsskandals</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=589048</link>
      <description>  00:02:55:92  Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich dankbar über die Aufdeckung des Skandals sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gezeigt. Wo Unrecht geschehe, müsse es öffentlich benannt werden; Missbrauch sei „zutiefst böse“, sagte Woelki am Donnerstag beim Katholikentag in Mannheim. Zugleich wies Woelki die Einschätzung zurück, dass zölibatär lebende Männer besonders anfällig seien, pädophile Straftaten zu verüben. Missbrauch geschehe auch durch verheiratete Männer, in Familien, Sportvereinen und in der Nachbarschaft. Auch die ehemalige Bundesministerin Andrea Fischer (Grüne), die aus der Kirche zunächst aus- und später wieder eintrat, wandte sich dagegen, dass es eine zwingende Verbindung zwischen Zölibat und Missbrauch gebe. Dies habe aber nichts damit zu tun, dass nicht prinzipiell über den Zölibat gesprochen werden solle. (kna/rv)

Hier hören Sie ein Interview mit Kardinal Woelki beim Katholikentag
(Klicken Sie auf das Lautsprecher-Symbol oben links)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 14:52:19 GMT</pubDate>
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      <title>Zollitsch: „Hier spürt man Fröhlichkeit“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=589045</link>
      <description>  00:03:47:98  Christliche Spiritualität ist nach den Worten von Erzbischof Robert Zollitsch erst dort so richtig lebendig, „wo die wahren Antworten nicht mehr nur formuliert, sondern bezeugt und gelebt werden.“ Das sagte er beim Katholikentag. Bei der Großveranstaltung in Mannheim könne man feststellen, wie fröhlich und lebendig die katholische Kirche in Deutschland sei, so Zollitsch im Gespräch mit unserem Mann vor Ort, P. Bernd Hagenkord. Zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim werden bis Sonntag mindestens 25.000 Dauerteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie 30.000 Tagesgäste aus der Region erwartet. (rv)

Hier hören Sie den gesamten Beitrag
(Klicken Sie auf das Lautsprecher-Symbol oben links)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 14:48:01 GMT</pubDate>
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      <title>Papst ermuntert USA: „Einwanderer willkommen heißen“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588998</link>
      <description>  00:03:34:10  Die USA sollen auch weiterhin Einwanderer willkommen heißen: Dazu hat Papst Benedikt am Freitag ermutigt. Auch die Kirche solle das religiöse Erbe von hispanischen, asiatischen oder afrikanischen Immigranten wertschätzen – und weiter für eine Reform der US-Einwanderungsgesetze eintreten.

„Es gehört zu den besten Traditionen der Kirche in Amerika, etwas für die Einwanderer zu tun! Die Katholiken der USA heißen die Wellen neuer Einwanderer sehr großzügig willkommen, geben ihnen seelsorgliche und karitative Hilfe und setzen sich dafür ein, dass ihre Lage legal wird, auch was die Familienzusammenführung betrifft. Schon seit langem streiten die amerikanischen Bischöfe auch für eine Reform der Einwanderungspolitik: Das ist natürlich ein schwieriges und komplexes Thema, aber nicht nur vom politischen, sozialen oder wirtschaftlichen, sondern vor allem vom menschlichen Standpunkt aus! Der Kirche liegt das sehr am Herzen: Immigranten brauchen gerechte Behandlung und eine Verteidigung ihrer Menschenwürde.“

Der Papst sprach im Vatikan zu US-Bischöfen orientalischer Kirchen, zu denen viele Einwanderer gehören. Nur Stunden vor der Papstrede vom Freitag war bekannt geworden, dass in den USA weiße Eltern zum ersten Mal weniger Babys bekommen als Eltern aus ethnischen Minderheiten. 50,4 Prozent: Das ist der Anteil der Kinder „mit Migrationshintergrund“, die zwischen Juli 2010 und 2011 in den USA zur Welt kamen. Die Zahlen stehen für eine Trendwende: weg von den weißen „Baby-boomern“, hin zu Hispanics bzw. zu Nachfahren von Afrikanern oder Asiaten.

„Die Kirche in Amerika ist auch heute dazu aufgerufen, das reiche Glaubens- und Kulturerbe aufzunehmen, das Amerikas viele Einwanderergruppen mit sich bringen, darunter auch Einwanderer aus euren Riten. Es ist besonders wichtig, aus den Kulturen innerhalb eurer Ortskirchen eine Gemeinschaft zu bilden. Bei diesem Dienst der Einheit geht es um mehr als nur darum, sprachliche Vielfalt zu respektieren. Es geht auch darum, dass die Gläubigen selbst noch einen tieferen Sinn dafür entwickeln, dass ihre Einheit im apostolischen Glauben wichtig ist, und dass sie auch Verantwortung haben für die Mission der Kirche in den Vereinigten Staaten. Man sollte diese Herausforderung nicht unterschätzen! Das ungeheure Versprechen und die vibrierende Energie einer neuen Generation von Katholiken warten nur darauf, etwas für die Erneuerung des kirchlichen Lebens und der amerikanischen Gesellschaft zu tun.“

Mit deutlicher Sorge warnte Papst Benedikt XVI. vor „Kräften der Zersplitterung innerhalb der Kirche, die ein immer größeres Hindernis für ihre Mission in den USA darstellen“. Jeder Einzelne „und die verschiedenen kirchlichen Verbände“ sollten sich stärker um Einheit bemühen „und mit Blick auf die drängenden Probleme der Gegenwart mit einer Stimme sprechen“. Im Präsidentenwahljahr zeigt sich bei politischen Fragen, etwa bei der Haltung zu Präsident Barack Obamas Gesundheitsreform, immer wieder, dass die Haltung der US-Bischöfe von einzelnen katholischen Gruppen – in diesem Fall von den Frauenorden und den Jesuiten – nicht mitgetragen wird. Mit Blick auf eine Vatikan-Untersuchung beim Dachverband der US-Frauenorden versicherte Benedikt XVI. allerdings an diesem Freitag auch, er wisse den Einsatz des weitaus größten Teils der Ordensfrauen in den Staaten zu schätzen.

(rv 18.06.2012 sk)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 13:29:24 GMT</pubDate>
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      <title>D: Thierse bezeichnet Röttgens Entlassung als „menschlich unangenehm“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588976</link>
      <description>  00:01:14:59  Bundestagsvizepräsident und ZdK-Mitglied Wolfgang Thierse zeigt sich enttäuscht von Kanzlerin Angela Merkel. Gegenüber dem Kölner Domradio bezeichnet der SPD-Politiker auf dem Katholikentag den Rausschmiss Norbert Röttgens als „menschlich unangenehm“. Aber auch Parteifreunde der Kanzlerin wie Karl-Josef Laumann und Wolfgang Bosbach machen ihrem Unmut Luft. Thierse sagte am Rande des Katholikentags wörtlich:

„Das war kein Rücktritt, sondern ein Rausschmiss, und zwar ein ziemlich harter, um nicht zu sagen, brutaler. Dass manchmal solche Entscheidungen in der Politik notwendig sind, das werde ich nicht bestreiten, da es solche Situationen eben manchmal gibt. Aber wenn man bedenkt, dass Merkel Röttgen noch am Montag zugesichert hat, dass sie ihn hält und weiter solidarisch mitträgt. Zwei Tage später, offensichtlich, ohne es ihm selber vorher mitzuteilen, wirft sie ihn raus, und das ist sehr hart.“

Aber nicht nur menschlich, auch politisch gesehen zweifelt Thierse an der Wirksamkeit von Merkels Schachzug:

„Ich weiß nicht ob es ihr politisch gesehen wirklich hilft, alle Schuld an der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen Herr Röttgen zuzuweisen und sich selber rauszuhalten, also diese Niederlage von sich wegzurücken, indem man einfach einen Minister ganz hart fallen lässt. Das ist menschlich unangenehm und ich glaube politisch nicht wirklich hilfreich für sie.“

Die SPD sieht in Röttgen ein „Bauernopfer“ Merkels. Die Kanzlerin habe sich damit selbst vor Kritik schützen wollen, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Donnerstag. „Die Entlassung ihres ehemaligen Vertrauten ist ein Zeichen der Schwäche. Angela Merkel gesteht damit ein, wie schlimm es um die Regierung steht“, sagte Oppermann. 

„Ein bisschen mehr Menschlichkeit würde uns ganz gut anstehen“ 
Die überraschende Entlassung Röttgens sorgt für Unruhe auch in der CDU. Bundestagspräsident Norbert Lammert bedauerte das Aus. „Es ist bedauerlich für ihn als unmittelbar Betroffenen, für das Ressort und auch für die Partei“, sagte Lammert am Mittwoch in Erfurt. Auch der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach zeigte sich irritiert über die Art und Weise, wie Röttgen entlassen wurde. „Ich hätte ihm im Amt eine zweite Chance gegönnt“, sagte Bosbach der „Zeit Online“. „Ein bisschen mehr Menschlichkeit würde uns ganz gut anstehen“, sagte er. 

Es war das erste Mal in ihrer knapp siebenjährigen Amtszeit, das Merkel einen Minister entließ. Für die schwarz-gelbe Bundesregierung ist es die vierte Kabinettsumbildung seit ihrem Start 2009. 

Der 46-jährige Röttgen hatte als NRW-Spitzenkandidat am Sonntag das schlechteste CDU-Wahlergebnis aller Zeiten im bevölkerungsreichsten Land eingefahren. Die CDU stürzte an Rhein und Ruhr auf 26,3 Prozent ab. Seinen Rückzug vom CDU-Landesvorsitz hatte Röttgen direkt am Wahlabend verkündet. Der Politiker, der auch stellvertretender CDU-Chef ist, galt vor dem Wahldebakel als Hoffnungsträger der Union. Noch am Montag hatte die CDU-Vorsitzende Merkel an Röttgen als Bundesumweltminister festgehalten.

(domradio/rv 18.05.2012 cs)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Kardinal Maradiaga: „Solidarität auch in der Krise“
</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588971</link>
      <description>  00:02:03:53  In dieser Woche ist in Rom zum ersten Mal der neue Exekutivausschuss von Caritas Internationalis zusammengekommen, der mit der Reform des Dachverbandes am 2. Mai eingerichtet wurde. Die neuen Statuten binden die Arbeit von Caritas Internationalis enger an den Heiligen Stuhl. Entsprechend werde es in Zukunft wohl „ein Paar mehr Treffen“ geben, berichtet Caritas-Internationalis-Präsident Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga gegenüber Radio Vatikan. Bei der aktuellen Sitzung habe man bereits über die Hilfen für 2013 und teilweise 2014 beraten. 

Kopfzerbrechen bereite dem Caritas-Dachverband derzeit vor allem der Hunger in der Sahelzone; für Juli kündige sich eine Verschärfung der Situation an, berichtet Maradiaga. Doch auch in Europa habe die Caritas alle Hände voll zu tun:

„In Spanien verteilen wir derzeit mehr als eine Million Essenspakete, in dem Land gibt es fünf Millionen Arbeitslose. Wenn Regierungen das Budget reduzieren müssen, ist das erste Geld, was wegfällt, das Geld für die Armen. Bei der Caritas ist das Gegenteil der Fall. Es ist ein Zeichen der Hoffnung für die Welt, dass Menschen solidarisch sind auch in Zeiten der Wirtschaftskrise.“

In Spanien habe die Solidarität mit den Armen seit 2010 sogar zugenommen, berichtet der Kardinal mit Verweis auf Berichte der nationalen Caritas. Neben der praktischen Hilfestellung wolle Caritas Internationalis weltweit Bewusstseinsbildung leisten, so der Kardinal weiter:

„Wir haben mit Erziehungsprogrammen begonnen, in denen es ums Teilen geht – um zu zeigen, wo die Ursachen der Krise liegen. Oft geht es ja einfach gegen die Banken. Natürlich – die haben eine Verantwortung, aber insbesondere geht es auch um Regierungen, die mehr ausgeben als sie haben. Es ist sehr wichtig, dass Menschen lernen, dass sie nicht wie ein König leben und Geld ausgeben können, wenn sie einfache Arbeiter sind. Wir müssen auch selbst für uns Verantwortung übernehmen und zusammenarbeiten, um die Nationen wieder aufzubauen.“

Über die rechtliche Reform des Caritas-Dachverbandes hatte sich Papst Benedikt XVI. in dieser Woche zuversichtlich gezeigt. Er sei sicher, dass die neuen Strukturen den wichtigen Dienst der Caritas unterstützen und ermutigen werden, sagte Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am vergangenen Mittwoch. Im Gespräch mit Radio Vatikan zeigt sich Kardinal Maradiaga erfreut darüber, dass die Arbeit an den neuen Statuten nun zum Abschluss gekommen ist; mehr als 400 Vertreter aus aller Welt – auch von der „Basis“ der Caritas – hätten über Jahre hinweg Vorschläge eingebracht.

(rv 18.05.2012 pr)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 12:27:34 GMT</pubDate>
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      <title>Erzbischof Schick: „Aufbruch zu Christus wagen“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588914</link>
      <description>  00:01:55:30  Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Katholiken zu mehr Optimismus und Selbstbewusstsein aufgerufen. „Ich sehe die Situation der Kirche in Deutschland nicht so negativ“, sagte Schick am Donnerstagabend beim Katholikentag in Mannheim. In Gemeinden, Verbänden und Bistümern geschehe viel mehr Gutes als oft angenommen, so der Erzbischof. Schick, der Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist, sagte wörtlich: „Wir sollten uns als Kirche weniger mit uns beschäftigen als mit den Problemen in unserer Welt, von denen es mehr als genug gibt.“ Dazu gehörten Menschenrechtsverletzungen, die Situation der verfolgten Christen weltweit sowie Waffenexporte aus Deutschland in Krisengebiete. Deutschlands Gläubige seien schon Vorreiter bei Spendenleistungen und Sensibilität für soziale Problematiken. Als „Weltkirchenbischof“ wolle er weiterhin all jenen eine Stimme geben, die sich bei diesen Themen engagierten. 

Unser Redaktionsleiter Bernd Hagenkord hat am Rande des Katholikentages mit Erzbischof Ludwig Schick gesprochen und ihn nach der Bedeutung des Bruches, der im Aufbruch passiert, gefragt.

Erzbischof Schick, wir tagen unter der Überschrift Aufbruch: Aufbruch, da steckt das Wort Bruch drin. Was bricht jetzt hier weg, ist das nicht doch eine Art Sorgenansage? 

„Ich hoffe, dass einiger Frust weg bricht, und damit einige Distanz zu Christus und zur Kirche. Und wenn das weg bricht, dann kann man auch einen Aufbruch wagen. Ich stelle mir den Aufbruch in dreifacher Hinsicht vor, einmal Aufbruch zu Jesus Christus, ohne den es überhaupt nicht erst geht, dann der Aufbruch der Christen zueinander, damit wir eine Gemeinschaft bilden, die sich versteht und so auch wirken kann und der dritte Aufbruch, bei dem wir Christen mit Jesus Christus in die Welt hinein aufbrechen um diese Welt dem Evangelium gemäß zu gestalten: und das ist eine menschenfreundliche Welt und Gesellschaft.“

Es gibt ja auch kritische Themen, die „Zeit“ macht heute mit der Frage des Gehorsams auf. Da ist auch viel Frust, und der bricht ja nicht einfach so weg. Es gibt hier große Themen wie die Fragen der Pfarreizusammenlegungen, Umstrukturierungen. In welcher Weise hilft dann so ein Katholikentag?

„Wir kommen miteinander ins Gespräch, und ich denke schon, dass das helfen kann. Auch die Umstrukturierungen die nötig sind, und jeder, der nur ein wenig denkt, der weiß dass die nötig sind und ich kenne keinen Laien, der sagt, wir können einfach so weiter machen. Aber wir müssen miteinander sprechen, und auch die Veränderungen, die Zusammenlegungen und die neuen Seelsorge-Einheiten, die wir bilden, das muss miteinander geschehen, der Pfarrer mit dem Bischof, mit den Laiengremien wie den Pfarrgemeinderäten und so weiter. Ich verspreche mir schon etliches davon, da kann schon einiges passieren.“

(rv/kna 17.05.2012 ord/cs)</description>
      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Fri, 18 May 2012 10:13:43 GMT</pubDate>
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      <title>Österreich: Schönborn hofft auf Vermeidung von Sanktionen</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588778</link>
      <description>  00:00:26:90  Kardinal Christoph Schönborn hofft nach wie vor, dass der Konflikt mit der Pfarrerinitiative im Guten gelöst werden kann und es zu keinen kirchlichen Sanktionen kommen wird. Das sagte der Wiener Erzbischof im Gespräch mit dem italienischen Magazin „Vatican Insider“. Sollten allerdings disziplinäre Maßnahmen notwendig sein, so liege dies in der Verantwortung der zuständigen Ortsbischöfe und nicht in jener Roms. Der Kardinal kündigte an, dass die österreichischen Bischöfe zum kommenden Jahr des Glaubens ein Pastoralschreiben vorbereiten, das zu den von der Pfarrerinitiative aufgeworfenen Fragen Stellung bezieht. 

Schönborn unterstrich abermals, dass er zwar die Sorge der Mitglieder der Pfarrerinitiative um die Kirche teile, deren Lösungsvorschläge aber nicht. Er habe den Eindruck, dass die Pfarrerinitiative einem 50 Jahre zurückliegenden Kirchenbild anhänge, als die Kirche noch stärker und lebendiger war. Es gelte nun aber, die Tatsache zu akzeptieren, „dass wir eine Minderheit sind und jeder einzelne persönlich Zeugnis für den Glauben ablegen muss“.

Kardinal Schönborn hält sich in diesen Tagen in Rom auf; er hat am Mittwoch an der Beratung der Glaubenskongregation über eine Aussöhnung mit der Piusbruderschaft teilgenommen. Die italienische Zeitung „La Stampa“ befragte den österreichischen Kardinal nach den Folgen seiner Entscheidung, einen homosexuellen Pfarrgemeinderat im Amt zu akzeptieren. Die Kirche ändere „nicht ihre Haltung gegenüber Homosexuellen, ohne Trauschein Zusammenlebenden oder wiederverheiratet Geschiedenen“, erklärte Schönborn. 

Wenn die Hirten der Kirche sich angesichts „vieler Irregularitäten“ an die Lehre der Schrift und der Kirche hielten, dann täten sie das „nicht aus Sturheit, sondern aus der Überzeugung, dass sie den Weg zum Glück darstellen“. Die Kirche dürfe „bestimmte Situationen nicht rechtfertigen“, sondern müsse „eine Änderung einfordern“. Gleichzeitig zeige die Kirche aber auch immer „Barmherzigkeit den Sündern gegenüber, und wir sind alle Sünder“. Es gebe jedoch „keine Barmherzigkeit ohne Wahrheit“, so der Kardinal.

(kap/stampa 17.05.2012 sk/mg)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <pubDate>Thu, 17 May 2012 14:46:48 GMT</pubDate>
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      <title>Syrien: „UNO könnte Einigung erreichen“</title>
      <link>http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=588775</link>
      <description>00:03:54:31  In Syrien werden bald alle UNO-Beobachter ihren Dienst starten können. Das teilte der Sprecher der Beobachter, Hassan Saklawi, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Damaskus mit. Aktuell nehmen 236 unbewaffnete Militärs und 71 Zivilisten an dem Einsatz teil. Bis Freitagabend würden zusätzliche Kräfte erwartet. Der Jesuitenpater Ziad Hilal aus der syrischen Stadt Homs ist derzeit in Mannheim beim Katholikentag zu Besuch. Unser Korrespondent vor Ort P. Bernd Hagenkord hat ihn nach der Lage in der Stadt gefragt. 

„Man kann sagen: Seit die UNO-Beobachter am 10. April nach Homs gekommen sind, hat sich die Lage im Vergleich zu vorher gebessert. Aber man hört weiterhin Schüsse, es kommt auch zu gelegentlichen Kämpfen zwischen den beiden Lagern, also der Armee auf der einen und den Rebellen auf der anderen Seite.“

Wie geht es den Christen dort? Stehen sie zwischen allen Stühlen? Natürlich wollen auch sie Demokratie, auf der anderen Seite fürchten sie sich vor Unsicherheit. Wie geht es den christlichen Gemeinden dort?

„Man muss wissen: Es gibt in Homs viele christliche Stadtviertel, oder zumindest mit einer christlichen Mehrheit. Diese Viertel sind jetzt fast leer; man hat in den letzten Wochen nur noch 360 Familien in diesen Vierteln gezählt. Es gibt aber andere Stadtviertel, die unter der Kontrolle der regulären Armee stehen: Hier sind viele Christen geblieben, sie mussten nicht gehen. Man muss auch ganz klar sehen: Natürlich gibt es viele Christen, die für die Regierung sind, aber es gibt auch viele, die für die Opposition sind! Es gibt auch Christen, die sind weder für das eine noch für das andere – die wollen einfach nur das Land verteidigen. Ich kann sagen, dass die Christen in Syrien sich in nichts von anderen syrischen Bürgern unterscheiden: Sie leben diesen Moment, diese Situation.“

Wie sieht es denn im Augenblick mit der Gewalt aus? Wir hören, dass sie übergreift auf den Libanon – gibt es denn eine Perspektive, dass die Gewalt aufhören könnte, oder ist zu befürchten, dass ohne einen Regimewechsel gar nichts passiert?

„Die meisten Christen, die in Homs waren, sind zunächst in die Dörfer im Umfeld – das Tal der Christen – oder nach Aleppo ausgewichen; aber es gibt auch einige, die sind in den Libanon gegangen. Das Gleiche gilt für Muslime: Auch von ihnen sind viele aus Homs ins Umland oder in andere Städte gegangen, und viele von ihnen sind in den Libanon gegangen. Für ein Ende der Gewalt wird man eine Vereinbarung zwischen dem jetzigen Regime und der Opposition brauchen. Das Problem ist, dass man es noch nicht einmal schafft, Verhandlungen zu beginnen.“

Was genau ist dieses Tal der Christen?

„Das ist eine Region, etwa fünfzig Kilometer westlich von Homs. Dort gibt es eine christliche Bevölkerungsmehrheit.“

Und das ist das Rückzugsgebiet?

„Nicht ganz: Die meisten der Christen von Homs haben zwei Häuser, eines in Homs und eines in den Bergen in diesem Tal der Christen.“

Wie sehen Sie die nähere Zukunft für Syrien? Was, glauben Sie, wird in der nächsten Zeit passieren?

„Ich kann das nicht vorhersehen – ich bin noch kein Prophet! Ich hoffe aber, dass dieses Land den Frieden findet und ein Abkommen, das Frieden und Sicherheit garantiert. Aus meiner Sicht müsste man zuerst die Provokationen der Medien und die Interventionen aus dem Ausland einstellen, die Syrien nicht helfen; und dann müsste man wirklich zu Verhandlungen zwischen Regime und Opposition ermuntern. Die UNO könnte, wenn sie ihre Mission hartnäckig fortsetzt, wirklich eine Einigung erreichen….“

(rv 03.05.2012 mg/sk)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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      <title>Schumann-Stiftung: „Kirche sollten christliche Politik fördern“</title>
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      <description>  00:02:03:72  Europa braucht eine Rückbesinnung auf seine christlichen Wurzeln, um die Eurokrise zu überwinden. Davon ist der Ehrenpräsident der Robert-Schumann-Stiftung, Horst Langes, überzeugt. Die Kirchen in Europa haben sich aus seiner Sicht bisher zu wenig um gesellschaftspolitische Fragen gekümmert, sagt Langes. Es reiche nicht, nur Phänomene – wenn auch weitreichende - wie Arbeitslosigkeit oder Armut in den Blick zu nehmen. Vielmehr gehe es „um Europas Seele“, so der 84-jährige CDU-Politiker, der am Mittwoch den Papst nach der Generalaudienz traf.

„Ich erwarte von den Kirchen in Europa, dass sie sich wieder bewusster machen, dass man die Werte der christlichen Politik fördern soll. Ich spüre, dass aus dem kirchlichen Bereich nicht versucht wird, Erklärungen zu finden, wie wichtig die christlichen Werte für die Staatenbildung und Gestaltung der Demokratie sind. Was wir nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht haben, das sollten jetzt die Osteuropäer studieren, aber wir im Westen müssen das ebenfalls wieder studieren.“

Gerade die Eurokrise in Griechenland zeige, wie wichtig es sei, Europas Einigung ernst zu nehmen, so Langes, der von 1979 bis 1994 Mitglied des Europäischen Parlamentes war.

„Man kann nicht eine Einheitswährung erfinden, ohne gleichzeitig darüber nachzudenken, wie man eine solche Währung überhaupt kontrollieren soll. Und daraus folgt dann auch, wie man die Staaten und ihre Finanzpolitik kontrollieren soll, damit ein gewisser Weg zu einer wahren Einheit möglich ist. Was Griechenland betrifft, so muss man sagen: Wir sind von den Griechen betrogen worden.“

Die Schuman-Stiftung organisiert zusammen mit der Adenauer-Stiftung und der EVP-Fraktion im Europaparlament vom 14. bis 15. September 2012 die 12. Konferenz zur Rolle der katholischen Kirche im Prozess der europäischen Integration. Darüber hat Langes zusammen mit weiteren Organisatoren mit dem Papst gesprochen. An der Konferenz nehmen auch mehrere Kardinäle und Bischöfe teil. Die Tagung findet wie in den vergangenen Jahren in Krakau statt.

(rv 17.05.2012 mg)
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      <author>webteam@vaticanradio.org</author>
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